Gedichte von Ben

 

Einsamkeit

Einsam sind Viele,
Ein Jeder für sich,
das Leben ist einsam,
wir merken es nicht.

Einsamkeit ist Sein,
wie Jeder das sieht,
so ist Jeder auf sich
alleine gestellt.
-Aleine im Leben.

Teilen wir Einsamkeit
mit einem anderen ja,
so ist einsam zweisam,
erträglicher für beide!

 

Liebenswerte Plage

Frauen sind,
wie jeder weiß,
eine Plage.
Sie unser Leben, des Mannes,
mächtig erschwert.
Doch sind sie unser Leben, keine Frage,
und somit eine Plage wert

 

Regenschirmgeschichten - Teil 4 -

Es ist herrlich und meist weiß,
es ist warm und auch sehr weich,
einem Federbette gleich.

So nimmt man es und reißt es ab,
es macht einmal kräftig "schnapp".
Führt's nach hinten, jetzt wird's braun,
und ist nicht nett mehr, anzuschaun.

 Nun wirft man's weg,
der Stückzahl vier
und ruft dann aus:
"Tschüss Klopapier!!!"

 

Der Klang des Herbstes

Wie ein Hauch durch alle Räume,
wehet sanft der Wind,
streichelst Laub und auch die Bäume,
erfreuet jedes Kind.

Der Herbst mit buntem Kleide,
zaubert Äpfel dir zu Gold,
silbern Spinnweb auf der Heide,
ach herrlich und gar hold.

Stöhnet Baumes hohe Krohn,
unter Äpfeln reif und schwer,
so ist das der rechte Lohn,
oh Herbst, wir danken dir!

Das letzte Blatt fällt nun hernieder,
so herrlich sanft und leise,
als sänge es im Stillen Lieder,
auf seine stille Weise.

 

Sinnliche Gedanken - Part 1 -

Heißer dir FreundSCHAFT,
denn schaffen tut sie wahrlich was,
und sein es nur ein, zwei schöne Gedanken,
wenn der Triest des Alltags dich plagt! 

 

Rügen auf immerdar

Kalter Wind die Bäume biegt,
hundert Jahr und mehr,
in ihm sich das Blatte wiegt,
still und unbefangen.

Wellen in die Brandung gehn,
seit ewig her auf Rügen,
Jeder tut dies Wunder sehn,
wart immer so geblieben.

Die Wolken ziehn am Firmament,
und Möwen auf der See,
romantisch ist's wie's niemand kennt,
gar herrlich, musst es sehn!

Weite bunte Felder- lieblich anzusehn,
ob Janur, Februr oder Merz,
möchst Stund um Stund am Rande stehn,
Freude für dein Herz!

Ach Rügen du mein schöner Land,
mit Wänden weiß wie Schnee,
zogst mich auf ewig in dein Bann,
sag niemals nicht ade!

 

Rügen ein Leben lang

Kalter Wind auf hoher See,
so kalt wie roher Stahl,
der Winter ist's wie ich ihn seh,
auf Rügen jedes Mal.

Unterm Schnee der Baume kracht,
so tot und doch am Leben,
in der Krohn der Froste lacht,
man hört sein eisig Beben.

Klares Eis wohin ich schau,
so hübsch und doch vergänglich,
Winter ist hier schön und rau,
doch hält er niemals länglich.

Denn dann im Wald der Baume blüht,
im Frühling ist es so,
im Tal einst tote Heide glüht,
mein Herz was ist es froh!

Und wird es Herbst mit goldner Pracht,
Blätter bunt und schön,
was habe ich vor Freud gelacht,
bin froh, ich durft es sehn!

Und wieder Winter auch für mich,
Rügen war mein Leben,
ein einzig war's und reichte nicht,
doch war's für mich ein Segen!

Heil dir Rügen, auf ewig!

 

Sinnliche Gedanken - Part 2 -

So viele Leute fragte ich nach dem wahren Glück des Lebens,
doch niemand wusste eine Antwort, 
bis ich mich selber fragte, und erkannte,
das jeder Tag, jede Minute auf dieser schönen Welt, 
mehr Glück ist, als jedes andere 
im Leben! 

 

Mond...

Der Mond stand am Himmel,
eine weiße Scheibe auf schwarzem Grund,
kalt und doch wunderschön,
geheimnisvoll und einsam.

Die Sterne um ihn,
und ihr Leuchte ist mir wie eine leise Melodie,
wertvoll ist ein jeder Blick,
jeder Moment unbezahlbar für mich.

Und es wird bald der Morgen anbrechen,
rot und mächtig, stolz und wunderbar steigt dann die sonne
über die Berge,
und wenn der letzte Vogel singt, lieblich und schön,
wird die Nacht wiederkommen.

Obgleich es viele tausend dieser Nächte in meinem Leben gab,
war jede so einzigartig wie Sie nur sein kann,
doch gegen dich verblasst sie,
ein Gedanke an dich ist nicht mit allen diesen Nächten aufzuwiegen!

 

Lebensweißheiten #1

Meinung ist das Gerstenkorn das auf der Vermutung gedeiht.

 

Das Wort 

das gesprochene Wort ist nix,
in der liebe liegt das wahre Wort,
und es zu deuten ist der sinn eines jeden von uns,
denn mit ihm wird alles schöne verbunden. 

Und siehe, das leben,
fließt es doch schnell im bette eines jeden sterblichen,
trocknet es ohne das Wort aus,
und gibt dem hasse boden, so das er darauf zu gehen vermag. 

Und sind wir doch alle, ob Mann, ob Frau,
sind wir alle nix, und das Wort steht über uns,
schützt uns, denn unsere herzen sind schwach,
und unser Geiste nicht willig, dem Verstande! 

Und wird der tag kommen, an dem das Wort erkannt wird,
einer jeder wird es sehn, und seine Seele wird schwer an Sünde sein,
dann wird die last von ihm genommen,
und er wird den Kelch des Lebens erhalten, 
sodass er davon trinke, und erlöst werde.

 

Stille Beschaulichkeit

Eine alte weise erzählt davon, dass in jedem Menschen, tief in seiner selbst ein Vogel wohne. 
Dieser Vogel wird von nur sehr wenigen Menschen wahrgenommen, ich meine fast von niemanden... 

dieser Vogel ist in düsteren tagen still und gibt keinen laut von sich, 
doch ist ein Mensch fröhlich, so singt er! 

Er singt eine wunderschöne, leise Melodie... und manche wissenden  nennen diese Melodie „die Erleuchtung“, 
denn wahrlich ist sie wie ein blendendes licht. Doch ist es nicht jedem Menschen vergönnt, 

die einzige, größte.. .und sagenhafteste Erfüllung zu finden, um ihren eigenen Vogel  singen zu hören!

 

Das Herbstblatt (Originale Version vom 30.10.98)

Wenn der Wind streichelt durch die Bäume
sein Atem gleitet durch die Räume
weckt das Kind in seiner Wiege
und spricht: komm mit und Fliege!

 Dann ist Herbst, wenn die Blätter leicht zu Boden sinken,
sie gewährten Schutz dem Spatz, der Drossel und dem Finken!

 doch nun sind sie bunt und knistern
man denkt sie würden flüstern
von Gottes herrlichem Werk
dem Baum, das Blatt und auch dem Berg!

 Aber nun wo sie zu Boden schweben
Lassen sie uns denken:
Alles geht zuende, die Schönheit, die Liebe und auch das Leben!

 Doch an des Blattes altem Ort
wächst ein neues und sofort.
Lasst und dies als Zeichen walten
Und uns ewich daran halten!

 

Gerechtigkeit?

 Zwei Birken an einer Lichtung standen,
ihre weißen Rücken der Sonne zuwanden,
die Blätter in dem Winde wehn,
man konnt dies schon von ferne sehn!

Und ein junges Buchenkind,
wuchs dazwischen sehr gewind,
doch die Birken wolltens vergrauln,
mit Schimpfen und auch Jaulen!

 Sie nahmen ihm das Wasser weg,
ihm blieb nur Steine, Sand und Dreck!

 Dann begannen sie es mit ihren Ästen,
zu schlagen und zu haun!
Warum denn nur, wird man fragen,
seine Rinde, die war braun!

 

Ich werde diese Gedichtsammlung weiter komplettieren